Woche 23: Vorbei mit Südostasien

Veröffentlicht am 14. Juni 2026 um 11:20

Ganz ehrlich, Leute: Ihr bekommt dieses Mal keinen minutiös durchgetakteten, super ausführlichen Wochenbericht von uns. Warum? Weil diese Woche einfach nur unter einem ganz großen Motto stand: entspannen, aufsaugen, genießen. Es war nämlich unsere allerletzte Woche in Südostasien. Für die gesamte Reise.

Ich kann es selbst noch immer nicht ganz greifen, dass unser großes Abenteuer bald ein Ende nimmt. Und dieses Mal ist es wirklich real – nicht so wie nach dem ersten Teil, wo noch alles offen war. Mittlerweile ist alles fixiert: die neue Wohnung steht, die Jobs sind safe, die Rückflüge gebucht. Ja, das "echte" Arbeitsleben hat uns bald wieder.

Dementsprechend haben wir in den letzten Tagen versucht, jede Sekunde am Meer so intensiv wie möglich zu nutzen. Wir haben Pilates im Sand gemacht, während die Wellen gerauscht haben, haben bei kitschigen Sonnenuntergängen Kreuzworträtsel gelöst, sind morgens am Strand entlangspaziert und haben uns täglich durch das unfassbare Streetfood geschlemmt. Jeder Tag war ein bewusster Versuch, im Hier und Jetzt zu sein und alles ganz achtsam mitzunehmen.

Es ist ein total verrücktes Gefühl. Irgendwie fühlt sich die Zeit an, als wäre sie wie im Flug vorbeigerannt, und auf der anderen Seite waren wir einfach gefühlt eine Ewigkeit unterwegs. Es ist noch so surreal, bald wieder in einen geregelten Alltag einzutauchen und dieses Leben in völliger Leichtigkeit hinter uns zu lassen. Auch das Abschiednehmen von den so unterschiedlichen Kulturen fällt schwer – selbst wenn Phuket uns in den letzten Tagen auch eine sehr dunkle Seite gezeigt hat. Die Realität hier besteht an vielen Ecken leider sehr offensichtlich aus Frauen, Sextourismus und Prostitution. Das bricht einem teilweise das Herz, lässt einen aber auch mit einer tiefen Dankbarkeit zurück. Man nimmt die harte Lektion fürs Leben mit, wie verdammt froh wir sein können, dass wir unsere Körper nicht für wenig Geld an teilweise ekelhafte Männer verkaufen müssen, nur um irgendwie die Familie zu finanzieren.

Aber wir wollen diese Zeit natürlich mit etwas wunderschönem Positiven abschließen. Und da gab es ein echtes Highlight: Wir haben uns für gerade mal 15 Euro zwei eigene T-Shirts für unseren Marathon anfertigen lassen. Bedruckt mit „Kosanni“ und der Nummer 595. Warum genau diese Zahl? Weil wir am Ende unserer Reise einfach genau 595 Tage am Stück unterwegs gewesen sein werden! Könnt ihr euch das vorstellen? Diese Zahl ist einfach absolut unglaublich.

 

Und wenn ihr diese Zeilen hier lest, haben wir auch genau in diesen Shirts unseren allerersten Marathon gefinisht!

Um es kurz zu machen: Es war brutal. Es war heiß, es gab gefühlt unendlich viele Bergetappen und, ach ja, habe ich die Hitze schon erwähnt? Die Sonne hat so gnadenlos runtergebrannt, dass uns ziemlich schnell klar war: Unsere Wunschzeit können wir uns heute abschmieren. Also haben wir kurzerhand umdisponiert und das Ganze zu einem absoluten Spaßlauf gemacht. Und die Verpflegung unterwegs war der Wahnsinn! Wir bekamen während dem Laufen frische Kokosnüsse, Eis und sogar eiskalte Waschlappen zum Abkühlen gereicht. Nach exakt fünf Stunden haben wir die Ziellinie überquert – und waren danach wirklich komplett fix und fertig. Aber der absolute Knaller kam bei der Auswertung: Ich bin in meiner Altersklasse (Frauen 18–29) einfach Vierte geworden!

Nach diesem Kraftakt gab es nur noch ein Ziel: den Hotelpool. Da haben wir den restlichen Tag abgehangen und unseren letzten Tag auf Phuket würdig ausklingen lassen.

 

Denn morgen geht es für uns schon weiter – das nächste und letzte große Abenteuer wartet! Georgien steht auf dem Plan und wir sind schon wahnsinnig gespannt, was uns in diesem Land erwartet und wie die Reise dort für uns weitergeht.

Jetzt kommt allerdings ein kleiner, trauriger Haken für euch: Ihr werdet unseren Roadtrip durch Georgien leider nicht mehr auf dieser Website mitverfolgen können. Das hier ist quasi der finale Blogpost, da es die Seite ab dem 25. Juni offiziell nicht mehr geben wird.

Aber kein Grund zur Sorge, wir lassen euch nicht komplett im Dunkeln sitzen! Wie wir schon mal kurz angeteasert haben, ist der Plan fix, ein eigenes Buch mit all unseren gesammelten Reiseberichten rauszubringen. Dort könnt ihr dann alles, wirklich bis zum bitteren Ende, nachlesen. Denn eines ist klar: Auch in Georgien wird die Tastatur nicht stillstehen und das Reisetagebuch fleißig weitergeführt.

Danke, dass ihr uns bis hierhin auf dieser wilden Reise virtuell begleitet habt – wir sehen uns gedruckt wieder!

Ein Eintrag kommt jedoch noch. 

 

Bussi Baba, Kosanni

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