Heute begann mein Tag gewohnt früh – oder besser gesagt sehr früh. Bereits um vier Uhr war ich hellwach. Zum Glück zählt eine meiner besten Freundinnen ebenfalls zu den seltenen Spezies der Frühaufsteher, sodass ich mir nicht alleine vorkam. Also zog ich mir direkt meine Laufsachen an, machte mich fertig und rief sie an. Während ich draußen durch die noch schlafende Stadt joggte, quatschten wir eine ganze Stunde lang über alles Mögliche – von Alltagskram bis zu tiefen Gedanken, die einen so früh morgens so heimsuchen.
Nach dem Lauf ging es zurück ins Zimmer. Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, Kosi und mir noch schnell einen Matcha Latte mitzunehmen, aber natürlich hatten um diese Uhrzeit alle Cafés geschlossen. Also kehrte ich mit leeren Händen zurück zu Kosi, der noch gemütlich verschlafen im Bett lag.
Wir machten uns kurz fertig und starteten gegen acht Uhr unseren ersten Spaziergang des Tages – diesmal gemeinsam. Die Mission: Frühstück finden. Das Problem: Alles war zu. Wirklich alles. Also entschieden wir uns vorerst für zwei Matcha Lattes von Starbucks und schlenderten damit gemütlich zum Hafen, wo wir uns die Schiffe ansahen. Und dort lag sie schon: die MSC Musica. Genau mit dieser geht es heute für uns weiter! Wir beobachteten, wie schon die ersten Passagiere ein- und ausstiegen, und die Vorfreude wurde von Minute zu Minute größer.
Um 9:30 Uhr starteten wir einen neuen Versuch, ein geöffnetes Café zu finden. Die meisten Lokale in Teneriffa sperren nämlich erst zwischen 9:30 und 10:00 Uhr auf – für Frühaufsteher wie uns manchmal etwas frustrierend. Doch diesmal hatten wir Glück und fanden ein kleines Lokal, in dem wir uns zwei Avocado-Burger und Kaffee gönnten. Frisch gestärkt ging es zurück zum Hotel.
Dort holten wir unsere Rucksäcke, checkten aus und trafen auf den netten Herren an der Rezeption, der uns sogar die Gepäckanhänger fürs Schiff ausdruckte. Bevor wir jedoch endgültig Richtung Kreuzfahrtterminal aufbrachen, musste Kosi noch einmal schnell zum New Yorker direkt gegenüber. Für gerade einmal 7 Euro fand er dort ein frisches Shirt – ein echtes Last-Minute-Schnäppchen.
Dann ging es aber wirklich weiter. Ja, ihr habt richtig gelesen: Wir gehen heute wieder auf Kreuzfahrt! Diesmal jedoch nicht nur zu zweit. Auch Kosis Mama, eine Freundin von ihr sowie meine Eltern reisen mit uns. Da sie allerdings erst später ankamen, gingen wir schon um 11:30 Uhr an Bord. Unsere Rucksäcke waren schnell abgegeben, und keine fünf Minuten später standen wir bereits auf dem Schiff.
Wir brachten unsere Jacken in die Kabine – eine Innenkabine, ganz klein und ohne Fenster, aber perfekt für unser Budget. Falls wir doch einmal Sehnsucht nach frischer Seeluft oder Balkonromantik verspüren, können wir einfach bei unseren Eltern vorbeischauen, denn beide Paare haben eine Balkonkabine gebucht.
Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, gingen Kosi und ich an Deck. Dort spielten wir erstmal eine entspannte Runde Phase 10, während die Vorfreude auf die kommenden Tage langsam in uns aufstieg.
Ein perfekter Auftakt für neue Abenteuer auf hoher See.
Nachdem Kosi und ich unsere erste Runde Phase 10 an Deck gespielt hatten (und Kosi haushoch gewann) und langsam richtig im Kreuzfahrtfeeling ankamen, ging es für mich irgendwann weiter ins Gym. Kosi ließ das Training heute noch aus – er muss sich schließlich noch ein bisschen schonen. Also machte ich mich alleine auf den Weg, motiviert, wenigstens ein kleines Workout einzubauen.
Allzu lange blieb ich dort allerdings nicht. Nach etwa 25 Minuten vibrierte schon mein Handy: Kosi schrieb, dass seine Mama angekommen sei. Also brach ich mein Training ab, schnappte meine Sachen und machte mich auf den Weg zu ihrer Kabine.
Dort trafen wir sie dann endlich: Kosis Mama Sabine – und wie man sie kennt, war ihr Zimmer natürlich perfekt vorbereitet. Typisch Sabine stand direkt eine Flasche Prosecco bereit, dazu ein Teller mit frischem Obst. Es fühlte sich sofort nach Urlaub, Familienzeit und ein bisschen Luxus an.
Kurz darauf kamen auch schon meine Eltern an Bord. Wir verabredeten uns alle an der Poolbar, um das große Wiedersehen gebührend zu feiern. Gemeinsam stießen wir mit einem Glas in der Hand auf die kommende gemeinsame Zeit an – auf die Reise, auf die Sonne, auf das Meer und auf das schöne Gefühl, nicht nur zu zweit, sondern diesmal mit unserer kleinen Reise-Crew unterwegs zu sein.
Gegen 16:30 Uhr zog es uns dann wieder in unsere Kabine. Es war Zeit, endlich richtig anzukommen: Rucksäcke auspacken, Schränke einräumen, alles seinen Platz finden lassen. Aus dem chaotischen Kofferhaufen wurde Stück für Stück ein kleines, gemütliches Zuhause auf Zeit.
Um 17:15 Uhr stand dann die obligatorische Sicherheitsübung auf dem Programm. Mit Rettungsweste und Durchsagen in mehreren Sprachen wurde uns erklärt, was im Notfall zu tun ist – Pflichtprogramm auf jedem Schiff, auch wenn man sich insgeheim schon viel lieber mit dem Abendessen oder dem Sonnenuntergang beschäftigt.
Für 18:30 Uhr haben wir unser Abendessen eingeplant. Doch diesmal erscheint der Blog ausnahmsweise früher als sonst, denn der restliche Abend ist für etwas ganz anderes reserviert: Ruhe, Entspannung und ein gemütlicher, entspannter Abend mit unseren Liebsten. Kein Stress, kein volles Programm – einfach nur genießen, ankommen und den ersten Tag auf der MSC Musica entspannt ausklingen lassen.
Bussi Baba,
Kosanni
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