Bali Budget-Check: 48 Tage Inselleben – Was kostet das Paradies wirklich?
Bali ist sehr wechselhaft: Man kann hier mit sehr wenig Geld als Backpacker durchkommen oder in High-End-Villen ein kleines Vermögen lassen. Wir haben uns für einen Mix entschieden – bei den Unterkünften und beim Frühstück haben wir uns öfter was gegönnt, während wir abends die lokale Küche in den Warungs gefeiert haben, um die Kosten zu minimieren.
Die Fakten
Insgesamt haben wir für 48 Tage zu zweit 3.487 € ausgegeben. Das entspricht einem Tagesbudget von rund 36 € pro Person. Wenn man bedenkt, wie viel wir erlebt haben, ist das ein unschlagbarer Preis für absolute Lebensqualität.
Gesamtbudget: 3.487 € (ca. 36 € pro Person/Tag)
• Unterkünfte: 1.402 € (Homestays & Boutique-Hotels, Hostels)
• Verpflegung: 1.317 € (Viel Fokus auf Café-Frühstück & Kaffeespezialitäten)
• Supermarkt: 84 € (Früchte, Joghurt & Milch)
• Transport: 173 € (Moped-Miete für fast 40 Tage & Grab-Fahrten)
• Tanken: 24 € (Spritkosten für die gesamte Zeit)
• Fitness & Gym: 99,50 € (Monats-Mitgliedschaft & Classpass für Pilates/Muay Thai)
• Wellness: 158 € (Massagen)
• Visa: 160 € (Inklusive der Verlängerung für weitere 30 Tage)
• Sonstiges: 351 € (Krankenhaus/Apotheke, neue Brillen, Wäsche, Kleidung, Wolle & 70 € Moped-Strafe)
Wohnen & Genießen
Der größte Posten waren mit 1.402 € die Unterkünfte. Wir wollten diesmal nicht nur irgendwo schlafen, sondern uns in schönen Homestays und Boutique-Hotels wirklich wohlfühlen. Für zwei Wochen reisten wir ja zu dritt und konnten daher auch im Hostel die Kosten reduzieren.
Essen:
Auch beim Essen haben wir nicht gespart: 1.317 € flossen in kulinarische Erlebnisse. Wir sind absolute Frühstücks-Fans und haben uns durch die besten Kaffees der Insel probiert. Um das Budget auszugleichen, war unser Goldweg: Abends fast immer ins einheimische Warung. Dort bekommt man authentisches Nasi Campur oder Mie Goreng für einen Bruchteil des Preises westlicher Cafés.
Für den kleinen Hunger zwischendurch haben wir im Supermarkt etwa zusätzliche 84 € für Joghurt, Milch und frische Früchte ausgegeben.
Mobilität & kleine Pannen
Transporttechnisch waren wir super flexibel. Fast 40 Tage lang hatten wir ein Moped (zeitweise sogar zwei), was uns insgesamt 173 € Miete und weitere 24 € für Sprit gekostet hat. Ein wichtiger Tipp: Nutzt für längere Strecken die Apps Grab oder Gojek – das ist viel günstiger als normale Taxis.
Sonstiges:
Unter der Kategorie "Sonstiges" fielen 351 € an. Hier verstecken sich die Realitäten des Reisens: Wäsche waschen, neue optische Brillen, Wolle für meine Häkelprojekte und leider auch ein Krankenhausaufenthalt samt Apotheke von Kosi. Auch eine 70 € Geldstrafe beim Mopedfahren ist hier eingerechnet – passt also auf die Regeln auf!
Wellness
Wir haben uns diesmal richtig verwöhnt und 158 € für Massagen ausgegeben. Nach dem Sport tat das auch richtig gut.
Sport
Für Fitness haben wir 99,50 € investiert. 60€ haben wir nur für eine Mitgliedschaft im Fitnesstudio (für Beide) ausgegebeb. Wobei wir eindeutig das günstigste Studio aussuchten. Die Preise gehen hier locker mal bis zu 250€ im Monat pro Person hoch. Ein Insider-Tipp ist hier die App Classpass. Damit konnten wir mit einem Probeabo super günstig Yoga, Pilates oder Muay Thai ausprobieren.
Visa:
Nicht zu vergessen: Die Visa-Kosten von 160 €. Da man standardmäßig nur 30 Tage bleiben darf, mussten wir für unseren 48-Tage-Trip einmal offiziell verlängern.
Das Surfcamp
Vielleicht wundert ihr euch, warum das Surfen in der Liste fehlt? Die letzten 7 Nächte waren ein absolutes Highlight, das wir einem glücklichen Händchen zu verdanken hatten. In dieser Zeit waren Unterkunft, alle Mahlzeiten und die professionellen Surf-Analysen inklusive. Ein perfekter, indirekt gesponserter Abschluss, der unsere Statistik natürlich etwas geschont hat!
Canggu
Canggu ist das Epizentrum für digitale Nomaden und Lifestyle-Liebhaber. Es ist der Ort zum „Sehen und Gesehen werden“. Ja, es ist trubelig und die Preise in den hippen Cafés sind fast auf europäischem Niveau (aber nur fast), aber der Vibe ist einzigartig. Unser Tipp: Genießt die Sonnenuntergänge am Echo Beach, aber flüchtet zwischendurch in die Seitenstraßen von Pererenan, um noch ein Stück vom "alten" Bali zu finden.
Gili Islands
Wenn euch der Trubel auf dem Festland zu viel wird, ab auf die Gilis! Es ist immer wieder magisch, dass dort keine Autos oder Mopeds erlaubt sind. Nur Fahrräder und Pferdekutschen. Insider-Tipp: Schnappt euch eine Maske und schwimmt einfach von Gili Meno oder Gili Trawangan ein paar Meter raus – die Chance, Schildkröten zu sehen, liegt bei fast 100 %!
🍱 Food-Hacks: Lokal ist Trumpf
• Die Magie der Warungs: Essen im Warung ist nicht nur eine Budget-Entscheidung, es ist eine Geschmacks-Entscheidung! Sucht nach den kleinen, familiengeführten Läden. Für ein paar Euro bekommt ihr dort das beste Nasi Campur (Reis mit verschiedenen Beilagen), das mit Liebe zubereitet wurde. Es schmeckt authentischer, unterstützt die Locals und schont euren Geldbeutel enorm, damit am Ende mehr für Massagen übrig bleibt!
• Kaffee & Frühstück: Gönnt euch die morgendliche Café-Kultur, aber achtet auf die "Tax & Service" Aufschläge (oft 15-21 %), die am Ende auf die Rechnung kommen. Viele Cafés bieten mittlerweile "Breakfast Deals" an – haltet danach Ausschau!
🛵 Transport: Smart unterwegs
• Chauffeur: Bucht eure Fahrten (egal ob Auto oder Motorrad-Taxi) immer über die Grab- oder Gojek-App. Die Preise sind fix hinterlegt, ihr müsst nicht verhandeln und es ist absolut sicher. Selbst wenn ihr nur euer Essen geliefert haben wollt (Gofood), ist das oft günstiger als selbst loszufahren.
• Moped-Miete: Checkt bei der Miete immer die Bremsen und das Profil der Reifen.
✨ Neue Insider-Tipps (Exklusiv!)
• Classpass für Sport-Fans: Wenn ihr wie wir Pilates, Muay Thai oder Yoga liebt: Holt euch die Classpass App. Mit den kostenlosen Probewochen oder günstigen Paketen könnt ihr die High-End-Studios auf der ganzen Insel besuchen, ohne überall teure Drop-in-Fees zu zahlen.
• Wäsche-Service: Lasst eure Wäsche niemals im Hotel waschen (zu teuer!). An jeder Ecke gibt es "Laundry"-Services, die eure Kleidung für ca. 1-2 € pro Kilo waschen, trocknen und perfekt bügeln.
• Trinkwasser-Refill: Achtet auf Schilder mit "Water Refill". Viele Cafés und Unterkünfte bieten an, eure Flasche für einen Bruchteil des Preises einer neuen Plastikflasche aufzufüllen. Gut für die Umwelt und euer Budget!
• Bargeld & Revolut: Nutzt Reise-Kreditkarten wie Revolut oder Wise, um Gebühren beim Abheben zu sparen. Aber Vorsicht bei kleinen Wechselstuben auf der Straße – nutzt lieber die offiziellen Geldautomaten (ATMs) in Supermärkten (z.B. Indomaret oder Alfamart), da diese videoüberwacht und sicherer sind.
Das war unsere Zeit in Bali!! Jetzt geht’s schon weiter.
Bussi Baba,
Kosanni
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Kommentare
Hätte ich einmal eine Weltreise geplant oder bevorstehen,, wäre für mich persönlich euer Blog eine immense Hilfe!